EU-Pilotregime: 21finance stellt digitalen Handelsplatz der Zukunft

Wenn Anleger derzeit ihre Orders platzieren, müssen sie noch den umständlichen Weg über Finanzintermediäre gehen – ein nicht mehr zeitgemäßer Prozess. Um für mehr Unabhängigkeit, Effizienz und Schnelligkeit in der Zukunft zu sorgen und letztlich ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit im Bereich neuer Finanztechnologien zu stärken, startet die EU ab 2023 ein Pilotregime, das sich der sogenannten Distributed Ledger Technologie (DLT) bedient. Als Softwareentwickler für digitale Marktplätze übernimmt 21finance eine federführende Rolle. Das Fintech implementiert die DLT-Kerntechnologie, die den Finanzsektor revolutionieren dürfte.

Frankfurt, am 5. Juli 2022. Unzureichende Möglichkeiten im Handel und mangelnde Liquidität waren bislang noch die größten Herausforderungen des sich neu entwickelnden digitalen Kapitalmarkts. Abhilfe schaffen soll hier die sogenannte Distributed Ledger Technologie (DLT), die Experten zufolge den Markt revolutionieren wird. Als DLT oder „verteiltes Kontenbuch“ wird eine dezentrale Datenbank bezeichnet, die Teilnehmern eines Netzwerks eine gemeinsame Schreib- und Leseberechtigung erlaubt. Die Technologie, kombiniert mit vorausschauenden regulatorischen Rahmenbedingungen, ermöglicht den Aufbau digitaler Handelsplätze, welche Anlegern direkten Zugang zu DLT-Finanzinstrumenten und deren Eigenverwahrung bieten. In unserer heutigen Kapitalmarktlandschaft existiert eine solche Infrastruktur noch nicht. Ein bereits im März 2023 in Kraft tretendes EU-Pilotregime wird das nun ändern – und eine Zeitenwende am Kapitalmarkt einläuten.

Zeitgemäße Lösung für altbekannte Herausforderungen

Mit dem Start des Pilotregimes in Form einer „regulatorischen Sandbox“ öffnet die EU der DLT-Technologie die Tür und verbreitert damit den Spielraum für die Finanzindustrie: DLT-Marktinfrastrukturen werden von bestimmten Regularien der MiFID II und/oder Central Securities Depository Regulation (CSDR) befreit, um die neue Technologie am Finanzmarkt zu testen. Das Pilotregime wird zunächst für drei Jahre Anwendung finden. Anschließend teilen die EU-Mitgliedstaaten ihre Erfahrungen mit der European Securities and Markets Authority (ESMA), um eine Entscheidungsgrundlage für eine Geltungsverlängerung bzw. Folgeregulierung zu schaffen.

Grundstein für die Zukunftsfähigkeit des Digital-Asset-Marktes gelegt

Federführend bei der Entwicklung der Marktplatzinfrastruktur ist die 2017 gegründete Liechtensteiner 21finance AG. Das Fintech gründet aktuell eine neue Gesellschaft in Deutschland, um ein sogenanntes DLT-Trading- and Settlement-System (TSS) zu implementieren. Dieses System erlaubt es erstmals, unterschiedliche Aktivitäten verschiedener Akteure in eine einzige Einheit zusammenzuführen. Damit sorgt die Technologie für den notwendigen Schutz und stellt einen Ersatz für die vormals getrennten Einheiten dar. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass deren jeweilige Funktionen bestehen bleiben. Das Kernprinzip der Technologie basiert darauf, dass Aktivitäten auf einem DLT-basierten Marktplatz nach dem Peer-to-Peer-Prinzip in Echtzeit ablaufen. So wird sichergestellt, dass keine Manipulation durch Dritte erfolgt, was ein hohes Vertrauensniveau gewährleistet. „Der globale Finanzmarkt muss sich weiterentwickeln, um zukunftsfähig zu bleiben. Mit dem Pilotregime hat die Europäische Union den Grundstein dafür gelegt. 21finance nimmt eine Pionierstellung beim Aufbau DLT-basierter Marktinfrastrukturen ein. Wir laden Kapitalmarktteilnehmer und weitere Interessenten ein, sich an unserem Projekt – der Realisierung des ersten multilateralen Handels- und Settlement-Systems für tokenisierte Aktien, Anleihen und Fonds in Europa – zu beteiligen, so Max J. Heinzle, CEO von 21finance.

Effizienter, schneller und kostensparender

Das Pilotregime wird die Verwahrung, die Registerführung, den Handel und das Settlement von DLT-Finanzinstrumenten über eine regulierte Marktinfrastruktur ermöglichen. Die Technologie erfüllt damit verschiedenste Funktionen, unter anderem sogar die Zentralverwahrung. Die traditionelle Transaktionskette zwischen (Zentral-)verwahrer, Depotbank und Investor wird nicht mehr notwendig sein, da DLT für Investoren den entscheidenden Vorteil bietet, Transaktionen mit digitalen Assets simultan abzuwickeln, ohne einen Intermediär einzuschalten. Das ist Heinzle zufolge effizienter, schneller und vor allem kostensparender – relevante Argumente für eine von sinkenden Margen bestimmte Branche. „Wir stehen kurz davor, Echtzeittransaktionen sowie das Settlement über eine neue Kapitalmarktinfrastruktur zu realisieren. In der Folge werden auch neue Maßstäbe für den Markt von morgen gesetzt. 21finance wird bei der Entwicklung und dem Betrieb DLT-basierter Marktinfrastrukturen eine führende Rolle spielen“, so Heinzle abschließend.

Über die 21finance AG

21finance AG bietet mit ihrer innovativen, dezentral ausgerichteten Software-Lösung Banken, Finanzintermediären sowie auch Unternehmen außerhalb des Finanzsektors die Möglichkeit, digitale Marktplätze für den Vertrieb von Finanzprodukten zu unterhalten. Über ihren eigenen Marktplatz können die Betreiber gesetzeskonform digitalisierte Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen, Anlagefonds oder auch Security Token und Kryptowährungen emittieren, vertreiben und für den Handel im Sekundärmarkt zugänglich machen. Durch die White-Label-Software der 21finance AG lassen sich viele weitere Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette, beispielsweise die Eröffnung einer Wallet, flexibel mit einbeziehen. Anlegern kann so ein vollständig digitales und reguliertes Investmenterlebnis geboten werden. Auf Wunsch können Emittenten Finanzprodukte auf weiteren Marktplätzen innerhalb des 21finance-Netzwerks platzieren. So lassen sich Reichweite und Produktvielfalt deutlich steigern. Die jeweiligen Marktplatzbetreiber profitieren bei 21finance AG zudem von einem zeit- und kosteneffizienten Einstieg in den digitalen Vertrieb – und in eine digitale Finanzwelt.

Mehr: www.21.finance/de/

 

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